Mallorca ist seit Jahren die Lieblingsinsel der Deutschen. Dies liegt zum einen an der Vielseitigkeit der Insel, die ihre Besucher so in den Bann zieht, dass sie gerne wiederkommen. Die Insel hat weit mehr zu bieten als den immer wieder in den Vordergrund tretenden Partytourismus. Zum anderen ist die Insel in nur zwei Stunden von Deutschland aus zu erreichen, so dass Touristen schon nach kurzer Zeit in die Urlaubswelt abtauchen können.

Mallorca ist die größte der Baleareninseln, die etwa 170 Kilometer vom spanischen Festland entfernt im Mittelmeer liegen. Die Insel ist durch mehrere Klima- und Landschaftszonen geprägt. Das Klima ist mediterran subtropisch. Die Wintermonate sind mild und regnerisch. Die Sommer dagegen trocken und warm. Mallorca bietet durchschnittlich acht Sonnenstunden täglich. Von flachem Land, welches auf Höhe des Meeresspiegels liegt, bis hin zum Gebirgszug Serra de Tramuntana, der sich im Westen der Insel befindet und deren höchste Stelle der Puig Major mit 1.445 Metern ist, hat Mallorca alles zu bieten. Bedingt durch die unterschiedlichen Zonen verfügt Mallorca über eine vielseitige Vegetation, die sich zu erkunden lohnt. Es ist sehr empfehlenswert, die Insel auf einer Rundreise mit dem Auto zu entdecken. Es gibt auch gute Wander- und Fahrradwege, auf denen die Insel erschlossen werden kann. Die Touren führen durch entlegene Ortschaften und Dörfer, in denen die ursprüngliche mallorquinische Kultur noch sichtbar ist. Etwas abseits der typischen Touristenorte finden Besucher eine Reihe abgelegener Buchten. Diese können mittlerweile zwar nicht mehr als Geheimtipp bezeichnet werden, jedoch kommen immer noch nicht so viele Leute hierher, dass sie überlaufen sind.

Wer Mallorca besichtigt, sollte sich auf keinen Fall Palma de Mallorca, die Hauptstadt der Insel, entgehen lassen. Besonders erwähnenswert ist die Kathedrale La Seu, die zu den größten gotischen Kirchen zählt. Der Grundstein zur Kirche wurde 1230 gelegt. Oberhalb Palma de Mallorcas liegt eine ehemalige Verteidigungsanlage aus dem 16. Jahrhundert. Im Inneren befindet sich ein Museum über die Geschichte der Stadt Palma.
Im Nordosten der Insel ist die Stadt Arta gelegen. Hier befindet sich die berühmte Wallfahrtskirche Santuari de Sant Salvador. Von dort hat man einen wunderbaren Blick über die Gegend. Ein lohnenswertes Ziel ist auch der kleine Ort Deia, welcher im Westen der Insel liegt. Der Ort, der als arabische Ansiedlung entstand, ist heute eine Künstlergalerie. Deia verfügt über ein ganz besonderes Flair, ist aber nicht gerade ein Billigziel auf der Insel. Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder kommen auf Mallorca voll auf ihre Kosten. Zahlreiche Aquaparks oder ein Safari Zoo in Sa Coma, in dem afrikanische Tiere in einem Freigehege zu sehen sind, sind bei Kindern besonders beliebt.

Besucher auf Mallorca sollten es sich aber auch nicht entgehen lassen, sich mit der traditionellen mallorquinischen Kultur vertraut zu machen. Zahlreiche Folkloregruppen sorgen dafür, dass die Kultur lebendig bleibt und für alle sichtbar ist. Wer die Möglichkeit hat, eines der Feste auf Mallorca zu besuchen, sollte dies unbedingt tun. Zur Kultur gehört auch das typisch mallorquinische Essen. Neben traditionellen Gerichten wie Tapas und Paella, stehen vor allem Fisch-, Muschel- und Tintenfischgerichte in verschiedenen Zubereitungsarten auf dem Speiseplan. Für den kleinen Hunger sind die Entremeses Vardiodos zu empfehlen. Dies ist eine Platte mit verschiedenen Vorspeisen. Das traditionelle Gebäck, die Ensaimadas, sollten Besucher ebenfalls einmal probieren.